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Verschiedene Krankheiten, die in unserer Zivilisationsgesellschaft statistisch dominieren, entwickeln sich in der Mehrzahl der Fälle mit zunehmendem Lebensalter und führen bei chronischem Verlauf zu einer
Beeinträchtigung der Lebensqualität und einer Herabsetzung der Lebenserwartung. Eine sinnvolle Anti-Aging-Strategie sollte daher schwerpunktmässig darauf ausgerichtet sein, auf die Entwicklung dieser Erkrankungen
vorbeugend Einfluss zu nehmen.
Von besonderer Bedeutung sind im Einzelnen die folgenden Erkrankungen:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen:
Die Herz-Kreislauf-Krankheiten, welche präventivmedizinisch beeinflussbar sind, umfassen die Koronare Herzerkrankung (KHK) einschliesslich Herzinfarkt, Hirndurchblutungsstörungen einschliesslich Schlaganfall und Durchblutungsstörungen der Beine (Arterielle
Verschlusskrankheit). Die gemeinsame Ursache dieser Erkrankungen liegt in einer mit fortschreitendem Lebensalter zunehmenden Verkalkung der Blutgefässe (Atherosklerose) begründet. Weitere Einzelheiten zu
diesen Krankheiten finden sich im Kapitel “Atherosklerose”.
Erkrankungen des Skelettsystems und Bewegungsapparates:
Mit zunehmendem Lebensalter auftretend und präventivmedizinisch beeinflussbar sind die verschleissbedingten Erkrankungen (Arthrosen der Gelenke, degenerative Bandscheibenleiden) und die Osteoporose,
bei der sich über die Jahre eine fortschreitende Verringerung der Knochenmasse entwickelt. Nähere Informationen: Siehe Kapitel “Skeletterkrankungen”.
Krebsleiden:
Verschiedene bösartige Tumorerkrankungen entwickeln sich im mittleren bis höheren Lebensalter und können ebenfalls hinsichtlich der Erkankungswahrscheinlichkeit durch präventivmedizinische Strategien im Sinne eines
Anti-Aging beeinflusst werden (vgl. Kapitel “Krebs”).
Sonstige Erkrankungen:
Neben den vorerwähnten, nicht zuletzt für die Gesundheit der Gesamtbevölkerung besonders wesentlichen Erkrankungen sind mit zunehmendem Alter auch Erkrankungen des Nervensystems, Prostataleiden und sexuelle Störungen anzutreffen. Stoffwechselstörungen und Übergewicht bzw. Adipositas begünstigen als Risikofaktoren in unterschiedlicher Gewichtung die spätere Entwicklung von Herz-Kreislauf-, Skelett- und Tumorerkrankungen. Haarausfall ist ebenfalls eine Erscheinung vorwiegend des mittleren und höheren Lebensalters, die vom Betroffenen nicht selten als belastend empfunden wird. Daher wird in entsprechenden Einzelkapiteln auch auf diese Problemfelder eingegangen.
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Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, 56864 Bad Bertrich, Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182
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