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Mit zunehmendem Lebensalter entwickelt sich vor allem bei Männern ein Haarausfall, der nicht selten zur Glatzenbildung führt. Natürlich stellt dieser Haarausfall kein gesundheitlich beeinträchtigendes, die
Lebensprognose verschlechterndes Problem dar. Andererseits existieren Erhebungen, denen zu Folge bis zu 75 % der von Glatzenbildung betroffenen Männer relevanten Leidensdruck angeben. Daher soll an dieser Stelle
kurz auf die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten einer Glatzenbildung eingegangen werden.
Für dichten Haarwuchs sorgen unter vorbeugenden Aspekten verschiedene Spurenelemente wie Zink und Eisen sowie das Vitamin Biotin (Vitamin H). Zink ist in Artischocken, Brokkoli, Kürbis- und Sonnenblumenkernen, Vollkornprodukten, Eiern, Milchprodukten, Geflügel und Meeresfrüchten enthalten, Eisen in grünem Blattgemüse, Bohnen, Nüssen, Rindfleisch und Geflügel, Biotin in Leber, Eiern, Bohnen, Erbsen, Pilzen, Nüssen und Bananen.
Gefördert wird der Haarausfall durch ein Stoffwechselprodukt des Testosterons, welches als Dihydrotestosteron (DHT) bezeichnet wird. Die Umwandlung des Testosterons zu DHT wird durch ein bestimmtes Enzym
bewerkstelligt (5-Alpha-Reduktase). Dieses Enzym und damit auch die Umwandlung des Testosterons kann durch ein bestimmtes Medikament (Finasterid) gehemmt werden. Diese Substanz kann in Tablettenform
eingenommen werden. Zusätzlich hemmt Finasterid auch das Fortschreiten einer gutartigen Prostatavergrösserung, da auch hierfür DHT verantwortlich ist. Daher ist Finasterid auch zur Behandlung der gutartigen
Prostatavergrösserung zugelassen, wird bei dieser Indikation allerdings in höherer Dosis eingenommen.
Als Alternative zu Finasterid können östrogenhaltige Lotionen in die Kopfhaut einmassiert werden, die dem vorhandenen DHT entgegenwirken.
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Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, 56864 Bad Bertrich, Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182
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